Nachhaltigkeit, Bewusstsein und ständige Verbesserung.

BERICHT 2016

UMWELTAUSWIRKUNGEN MINIMIEREN


Die Ferrero-Gruppe widmet dem Schutz des Planeten größtes Augenmerk: Deshalb ist es ihr Ziel, das Streben nach Wachstum mit großer Aufmerksamkeit für die Umweltauswirkungen zu verbinden.

CO2 -Bilanz

Die Ferrero-Gruppe ist der Meinung, dass ihre erste Verantwortung darin liegt, die Auswirkungen der gesamten Lieferkette ihrer Produkte zu messen. Erst wenn man einen klaren Überblick über seine eigenen Auswirkungen hat, kann man sie angehen und verringern. Seit 2009 misst die Gruppe jährlich ihre CO2-Bilanz und verpflichtet sich, deren Grenzen nach und nach zu erweitern.

DAS PROJEKT FER-WAY


Die Ferrero-Gruppe ist sich der Auswirkungen bewusst, die die Ressourcenknappheit auf ihre Geschäftstätigkeit hat. Sie unterstützt und fördert daher durch FER-Way, ihr Projekt ökologischer Verantwortung, die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.

Seit der Einführung des Projekts FER-Way – Ferrero Environmental Responsibility Way – im Geschäftsjahr 2013/2014, das auf den korrekten Umgang mit ökologischer Nachhaltigkeit abzielt, konzentriert sich die Ferrero-Gruppe insbesondere auf die Verbesserung der Datengenauigkeit, die stärkere Einbeziehung indirekter Emissionsquellen sowie auf die Neudefinition von Kennzahlen und Messparametern, damit diese den jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Der Ansatz basiert auf vier Maßnahmen, die hier beschrieben werden.

BEITRAG DER LEBENSMITTELINDUSTRIE ZUR KREISLAUFWIRTSCHAFT

AUF DEM WEG ZU EINER KREISLAUFWIRTSCHAFT

Die Weltwirtschaft war in den vergangenen 150 Jahren von einem linearen Produktions- und Konsumverlauf geprägt, was zu einer ständig steigenden Nachfrage nach natürlichen Ressourcen führte. Angesichts der Wachstumsprognosen für die Weltbevölkerung ist es von grundlegender Bedeutung, anders zu denken und somit auch anders zu produzieren und zu konsumieren. Das lineare Konsummodell wird daher durch ein Modell der Kreislaufwirtschaft ersetzt.

Um die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in ihre Aktivitäten einzubinden, begann die Ferrero-Gruppe, den Umgang mit einigen ihrer wichtigsten Ressourcen – Lebensmittelrohstoffe, Energie und Verpackungsmaterialien – neu zu denken: als Zyklen statt wie bisher als konventionelle, lineare Beschaffungsketten.
  • ROHSTOFFE

    Eine der wichtigsten Zutaten, die die Ferrero-Gruppe für ihre Produkte verwendet, sind Haselnüsse; daher fallen auch Haselnussschalen an. Damit dieses Material nicht einfach als zu vernichtender Abfall betrachtet wird, wurde das Projekt Eco°Paper ins Leben gerufen.

  • DESIGN

    Die Umweltauswirkungen eines Produktes oder einer Dienstleistung werden bereits in der Planungsphase bestimmt, denn der gesamte Lebenszyklus eines Produktes steht in Zusammenhang mit der Planung selbst. Eine der Maßnahmen, die auf dieses Ziel ausgerichtet ist, ist die Mordernisierung der Kühltunnel-Linie im Werk Kanada.

  • PRODUKTION

    Die Ferrero-Gruppe ist seit Jahren im Bereich der Forschung aktiv, auch im Rahmen geförderter europäischer Projekte, um Energie zu erzeugen und neue Verpackungsmaterialien herzustellen. Dazu nutzt sie sowohl Lebensmittelnebenprodukte aus ihren eigenen Werken, also auch andere Arten an Biomasse, die nicht aus ihrer direkten Lieferkette stammen. In diese Richtung führt die Zusammenarbeit mit dem Projekt Sibafeq.

  • KONSUM

    In den letzten Jahren hat Ferrero versucht sich durch Aufklärungsmaßnahmen, die sich sowohl auf den Konsum selbst (über das Thema Portionierung) als auch auf die korrekte Entsorgung der Produktverpackungen bezogen, aktiv einzubringen. Deshalb wurde das „End-Use-Etikett“ geschaffen, das den Konsumenten dabei helfen soll, die Verpackungen nach dem Verzehr der Produkte korrekt zu trennen und zu entsorgen.

  • ABFALL

    Viele Materialien, die früher einfach nur entsorgt und vernichtet wurden, sind heute Teil eines positiven Kreislaufes und werden nun als „Produkt“ betrachtet. Zu diesem Zweck wurde das Projekt SPE (Scraps of the Packaging Evolution) 2012/2013 in den wichtigsten europäischen Werken eingeführt.

FERRERO4FUTURE (FERRERO FOR FUTURE)


Im Rahmen des Projektes FER-Way wurde der Ferrero4Future Framework geschaffen, vier Aktionsfelder, in denen die Ferrero-Gruppe derzeit auf eine nachhaltigere Zukunft hinarbeitet.

Effiziente Ressourcennutzung
Ressourcen sind ein wertvolles Gut für Ferrero und als solche ist deren verantwortungsvolle Nutzung von Wichtigkeit. Ressourcen wie Verpackungen, Wasser und Energie stehen nur in begrenzter Menge zur Verfügung. Daher arbeitet Ferrero darauf hin, ihre Nutzung in der gesamten Produktionskette der Produkte zu verringern.

Emissionen
Die Ferrero-Gruppe möchte als Unternehmen wachsen, aber bei niedrigen Emissionen. Um ihre Auswirkungen zu verringern, misst und kontrolliert sie ihre CO2-Bilanz, indem sie auf technologische Innovation und Zusammenarbeit setzt und dabei nicht nur auf die Auswirkungen ihrer eigenen Geschäftstätigkeit, sondern auf die der gesamten Wertschöpfungskette achtet.

Abfallmanagement
Gemäß der Gruppenrichtlinie zur allgemeinen Verringerung von Abfällen und einer besseren Handhabung der Produktionskette nach den Leitlinien der Europäischen Union zur Erhöhung der Abfallrückgewinnung, beziehen sich die Maßnahmen der Ferrero-Gruppe in den Produktionsstätten auf zwei Bereiche: Auf die Verringerung der absoluten Zahl der Abfallmenge und die Abfallrückgewinnungskennzahl auf 95%.

Schutz des natürlichen Ökosystems
Die Aktivitäten der Ferrero-Gruppe können, als Teil des weltweiten Ökosystems, direkt oder durch die Lieferkette Auswirkungen haben. Es ist daher sehr wichtig, die betroffenen Teile des Ökosystem –wenn diese identifiziert wurden – aktiv zu erhalten. Für ein Lebensmittelunternehmen wie Ferrero sind hier natürlich Biodiversität, Abholzung und Bodennutzung besonders wichtige Aspekte.